Nach einer kurzen Winterpause melden sich Buffalo & Ozelot pünktlich zum Ausklang der kalten Jahreszeit zurück und liefern mit ihrer neuen Single „Graublaue Sicht“ den passenden Soundtrack für die letzten grauen Tage. Der Track ist ein Paradebeispiel für modernen New-Wave mit Tiefgang, der statt auf schrille Effekte auf die Kraft der Reduktion setzt. Im Zentrum steht dabei ein knisternder Bass-Synthesizer von Producer Ozelot, der dem Song ein jazziges Fundament verleiht und die nötige Spannung aufbaut.
Mics&Beats Beiträge
Vom Battle-Monstrum zur Stimme des gepflegten Weltschmerzes
Wer die deutsche Rap-Landschaft der letzten zehn Jahre verfolgt hat, kam an einem Namen nicht vorbei: Duzoe. Late to the Party…. (Wir wissen das!) Doch wer den Hamburger nur in der Schublade „VBT-Legende“ oder „Punchline-Maschine“ abstempelt, verpasst eine der spannendsten künstlerischen Transformationen unserer Zeit.
Die Aufmerksamkeit hier erlangte er mit seinem Track „Blue“ gemeinsam mit Haiyti. Da haben wir dann doch mal genauer hingehört. Der Song ist wie eine nächtliche Fahrt durch einen verregneten Hamburger Tunnel – kalt, ästhetisch und verdammt ehrlich. Die Kombination aus Duzoes rauer, fast verzweifelter Energie und Haiytis unverkennbarem Vibe zeigt perfekt, wo Duzoe heute steht: Mitten im Cloud-Rap, aber mit einer ordentlichen Portion Punk-Attitüde im Blut.
Alle Wortspiele mit Cloud + Regen wurden selbstverständlich verboten. Es braucht auch nicht viel Text. Drück Play und sei geflasht!
Heute erschien „Kopfnicker Beats“ und er ist mehr als nur ein Song – es ist eine akustische Zeitreise mit modernem GPS. Big168 und Jamieh servieren uns einen Track, der sich nicht lange mit dem Anklopfen aufhält, sondern direkt die Kontrolle über deine Nackenmuskulatur übernimmt. Das Fundament? Ein Boom-Bap-Gerüst, das so massiv und puristisch steht wie eine Betonwand in der Bronx der 80er. Die Kicks landen präzise wie Boxhiebe, während die Snare den Takt deiner eigenen Euphorie diktiert.
Oha, Wahnsinnsmusik ist zurück.
Er hat bereits vor 15 Jahren super Sound verbreitet.

Als ich Freestyle 1 von Dubem zum ersten Mal gehört habe, war es wie der Moment, wenn du spät in der Nacht durch eine verlassene Stadt läufst und irgendwo in einer Seitegasse ein einzelner Musiker sitzt, die Saiten aufzieht und einfach spielt – roh, ehrlich, mit dieser seltsamen Mischung aus Verletzlichkeit und Überzeugung. Dubem ist ein Künstler, der noch im Schatten der großen Streamszene steht, aber genau das macht seine Musik so faszinierend: sie fühlt sich nicht wie ein Produkt an, sondern wie ein Gefühl, das direkt aus seiner Seele ins Mikro fällt. Freestyle 1 ist erst vor kurzem erschienen und zeigt Dubems neueste kreative Phase, in der er mit minimaler Produktion maximale Präsenz erzeugt.

Blue Shell Theory 2: Peach Gardens von Chuck n Lock ist eine sechs Tracks umfassende Hip-Hop-EP, die am 16. Januar 2026 erschienen ist und knapp 20 Minuten Laufzeit bietet. Sie steht stilistisch deutlich im Rap-Bereich und verbindet klassisches Songwriting mit modernen Beats und einem Fokus auf kompakten, eingängigen Tracks. Die Titel wie Peach Gardens, Time Trials, 1000cc Mothership, Dry Bones, Gazpacho und Mushroom Cup zeigen eine Bandbreite zwischen introspektiven Momenten und energetischen Passagen, wobei der Sound eher auf loopbasierte Produktionen und rhythmische Vielfalt setzt.