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Mics&Beats Beiträge

Kensho Kuma – Immigrant Anthem

Wenn der Beat wie eine herannahende Gewitterfront rollt und die Zeilen die Realität ungeschminkt auf den Asphalt hämmern, dann wissen wir, dass echter Rap noch am Leben ist. Kensho Kuma, der bilinguale Schwergewicht-MC aus der Bay Area, meldet sich mit einem wahren Paukenschlag zurück.

Sein neuer Track „Immigrant Anthem“, meisterhaft in Szene gesetzt durch das düster-cinematische Boom-Bap-Fundament von Far Beats, ist kein gefälliges Hintergrundrauschen für die Playlist. Es ist ein musikalisches Manifest, ein flammender Protest-Track, der den Finger tief in die Wunden unserer Zeit legt. Wer Kumas bisherigen Weg verfolgt hat, weiß, dass der Mann mit akademischem Background und unbestreitbarer Street-Credibility keine halben Sachen macht. Seine Technik ist seit den späten Neunzigern messerscharf geschliffen, und auf dieser neuen Single beweist er einmal mehr, warum er zu den technisch versiertesten Lyrikern der globalen Underground-Szene gehört. read more

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Jones & SterilOne – Penelopes Arme

Wenn Zynismus auf pure Agonie trifft und sich das Ganze mit einer unerschütterlichen Hustler-Mentalität kreuzt, dann weißt du, dass hier kein weichgespülter Radio-Rap serviert wird. Jones und SterilOne haben mit Penelopes Arme ein Brett vorgelegt, das komplett ohne den künstlichen Social-Media-Hype auskommt, der die hiesige Hip-Hop-Landschaft sonst so oft verpestet. Wer hier nach glattgebügelten Algorithmus-Tracks sucht, wird bitter enttäuscht, und das ist verdammt noch mal auch gut so. Das Album atmet die rohe, ungefilterte Essenz des Untergrunds und bleibt genau deshalb absolut glaubwürdig. read more

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jōshy feat. Kamp – WEEN Pt. 2

Das ist wieder so ein Moment, in dem man merkt, dass der Wiener Untergrund einfach ein ganz eigenes Level an Coolness atmet. jōshy und Kamp haben mit „Ween Pt.2“ ein Ding rausgehauen, das sich anfühlt wie eine nächtliche Fahrt im 71er Richtung Zentralfriedhof, während der Regen gegen die Scheiben klatscht. Es ist diese rohe, ungefilterte Wiener Melancholie, verpackt in ein Soundgewand, das dich sofort packt.

Der Beat kommt extrem deep und laid-back um die Ecke, lässt den Protagonisten aber genau den Raum, den sie brauchen. jōshy übernimmt den Anfang und spuckt Lines, die so staubig und ehrlich sind, dass man die Wiener Luft förmlich schmecken kann. Da ist kein Platz für künstliches Bling-Bling, hier geht es um das echte Leben zwischen Gemeindebau, Beisl und den kleinen Fluchten aus dem Alltag. Seine Delivery ist wie immer entspannt, aber jede Silbe sitzt. read more

2 Kommentare

Funky Umhang – Hiob

Mit „Hiob“ liefert Funky Umhang, untermalt von einem Beat von Nalim, einen bemerkenswert ehrlichen und rohen Einblick in ein von Extremen geprägtes Leben. Der Track, besticht durch eine ungeschönte Retrospektive auf vergangene Tage, in denen Geld keine Rolle spielte und der Alltag von Exzessen, durchzechten Nächten und der Flucht in die Musik bestimmt war.

Musikalisch wird diese melancholische, aber dennoch kraftvolle Stimmung durch die Produktion von Nalim getragen, die den passenden, tighten Rahmen für die fortlaufenden Monologe über den Kreislauf aus Partys, Drogen und der Suche nach Authentizität bietet. Funky Umhang rechnet in seinen Lines spürbar mit falschen Akteuren der Szene ab und untermauert mit diesem Track seinen ganz eigenen, kompromisslosen Stil abseits des weichgespülten Mainstreams. read more

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Tuamie

Wenn Tuamie an den Reglern dreht, betrittst du eine völlig andere Sound-Dimension. Der Typ ist ein absoluter Magier, was staubige, sample-lastige Lo-Fi-Ästhetik angeht, und bricht mit jedem Release die gängigen Strukturen auf. Wer den Vibe sucht, kriegt hier die ultimative Dosis an Loop-Kunst serviert, die so roh und ungeschliffen um die Ecke kommt, dass es fast schon wehtut. Das ist kein glattgebügelter Mainstream, sondern hochprozentiger Balsam für jeden echten Digga da draußen.

Seine Produktionen leben von dieser hypnotischen Monotonie, die dich sofort in einen lethargischen Kopfnicker-Modus versetzt. Tuamie pickt sich Samples, auf die sonst im Leben keiner kommen würde, schneidet sie mit einer chirurgischen Präzision und lässt sie dann auf scheppernden, fast schon stolpernden Drums laufen. Es klingt unfertig, es klingt dreckig, aber genau darin liegt die absolute Genialität. Er braucht keine fetten Drop-Ins oder überladene Effekte, die Magie passiert in den kleinen, subtilen Rissen des Sounds. read more

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Tokan, Morris feat. Upperclass – Unterwegs

…ihr wollt wissen, was bei uns so geht?!

Wenn die Jungs aus dem Untergrund das Flutlicht anknipsen, wird die Konkurrenz meistens ganz schnell ganz blass.

Tokan und Morris haben sich für ihr neuestes Ding keine Geringeren als den Beatschmied Upper Class an die Regler geholt, und was bei dieser Fusion namens Unterwegs herausgekommen ist, lässt sich am besten als pure, unfiltrierte Kopfnicker-Therapie beschreiben. Wer die bisherigen Releases der beiden MCs auf dem Schirm hatte, wusste natürlich schon vorher, dass hier keine seichte Radiopop-Kacke serviert wird, aber diese Kollaboration setzt dem Ganzen im wahrsten Sinne die Krone auf. Upper Class zimmert ein instrumentales Fundament hin, das so staubig und gleichzeitig elegant durch die Boxen drückt, dass man sofort das Verlangen spürt, sich nachts ziellos in die Bahn zu setzen und einfach den Lichtern der Stadt nachzujagen. read more

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