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Mics&Beats Beiträge

Rosa Roth – Er ist anders

Stell dir vor du stehst auf einer dieser glanzvollen Partys wo das Sektglas in der Hand schwerer wiegt als die Gespräche und überall diese Typen mit den perfekt sitzenden Sakkos und dem einstudierten Lächeln herumstehen.

Du triffst diesen einen Kerl der dir mit einer fast schon beängstigenden Selbstsicherheit erklärt warum er so völlig anders als der Rest dieser versnobten Gesellschaft sei während er gleichzeitig an seiner teuren Uhr nestelt.

Rosa Roth hat für genau diese Momente der vermeintlichen Exklusivität den perfekten Soundtrack geschrieben und entlarvt mit einer herrlich süffisanten Leichtigkeit dass unter der maßgeschneiderten Fassade doch nur derselbe fade Charakter steckt. Es ist fast so als würde sie uns an der Bar einen Drink reichen und uns mit einem vielsagenden Augenzwinkern beobachten wie wir langsam hinter die Kulissen dieses gut inszenierten Schauspiels blicken. read more

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Hank – Mitternacht

Wer unser Medium verfolgt, weiß genau, dass wir hier nicht für das belanglose Hintergrundrauschen der Playlist-Algorithmen zusammenkommen, sondern für das echte Handwerk. Heute liegt ein Track auf dem Seziertisch, der die Geister scheiden wird, aber genau das macht gute Musik schließlich aus. Die Produktion ist kein Zufallsprodukt, sondern eine bewusste Ansage an die eigene Komfortzone.

Während der Rest der Szene noch versucht, den Sound von vorgestern zu kopieren, wird hier mit einer Präzision gearbeitet, die fast schon chirurgisch wirkt. Man spürt förmlich, wie jede Spur, jeder Effekt und jeder Cut genau dort sitzt, wo er hingehört, um die maximale Wirkung zu erzielen. Es ist diese seltene Mischung aus technischer Perfektion und einer ungeschönten, fast schon dreckigen Energie, die hängen bleibt. Der Rhythmus schlägt nicht nur ein, er diktiert die Atemfrequenz, während die Melodieführung subtil genug bleibt, um nicht kitschig zu wirken, aber präsent genug ist, um sich im Gehörgang festzubeißen. read more

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Antrue feat. Awon – Do I Do

Der Track „Do I Do“ von Antrue und Awon, produziert von Chill-Ill, ist ein Paradebeispiel für eine gelungene internationale Kollaboration, die tief in der Golden-Era-Ästhetik verwurzelt ist. Chill-Ill liefert hier ein instrumentales Fundament, das mit seinen warmen Texturen und dem präzisen Drum-Programming genau den richtigen Vibe für die lyrische Entfaltung bietet.

Die Kombination aus Antrues markantem Vortrag und der gewohnt souveränen Performance von Awon sorgt für eine Dynamik, die den Song weit über den Standard-Hip-Hop hinaushebt. Es geht in „Do I Do“ nicht nur um technische Finesse, sondern um die spürbare Leidenschaft für das Handwerk und die Kultur hinter den Reglern und dem Mikrofon. Der Track fließt mühelos dahin und schafft es, eine entspannte Atmosphäre mit inhaltlicher Tiefe zu verbinden, was ihn zu einer perfekten Ergänzung für jede gut kuratierte Playlist macht. read more

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Demi Portion feat. Ish One – Shivuya

Wenn französischer Wortwitz auf japanischen Flow trifft, entsteht oft etwas ganz Besonderes. Für sein neuestes Projekt hat sich der französische Rapper Demi Portion mit dem japanischen MC ISH-ONE zusammengetan. Das Ergebnis? „SHIVUYA“.

Der Track ist nicht nur eine musikalische Brücke zwischen Montpellier und Tokio, sondern auch visuell ein echtes Highlight. Das offizielle Musikvideo wurde direkt in den leuchtenden Straßen von Tokio gedreht und fängt die Energie der japanischen Metropole perfekt ein. Produziert wurde der Beat von Team2mvch, während die Kameraarbeit von Channnnnce die nächtliche Atmosphäre Shibuya-Distrikts (auf den der Titel anspielt) erstklassig in Szene setzt. read more

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Buffalo & Ozelot – Graublaue Sicht

Nach einer kurzen Winterpause melden sich Buffalo & Ozelot pünktlich zum Ausklang der kalten Jahreszeit zurück und liefern mit ihrer neuen Single „Graublaue Sicht“ den passenden Soundtrack für die letzten grauen Tage. Der Track ist ein Paradebeispiel für modernen New-Wave mit Tiefgang, der statt auf schrille Effekte auf die Kraft der Reduktion setzt. Im Zentrum steht dabei ein knisternder Bass-Synthesizer von Producer Ozelot, der dem Song ein jazziges Fundament verleiht und die nötige Spannung aufbaut. read more

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Duzoe

Vom Battle-Monstrum zur Stimme des gepflegten Weltschmerzes

Wer die deutsche Rap-Landschaft der letzten zehn Jahre verfolgt hat, kam an einem Namen nicht vorbei: Duzoe. Late to the Party…. (Wir wissen das!) Doch wer den Hamburger nur in der Schublade „VBT-Legende“ oder „Punchline-Maschine“ abstempelt, verpasst eine der spannendsten künstlerischen Transformationen unserer Zeit.

Die Aufmerksamkeit hier erlangte er mit seinem Track „Blue“ gemeinsam mit Haiyti. Da haben wir dann doch mal genauer hingehört. Der Song ist wie eine nächtliche Fahrt durch einen verregneten Hamburger Tunnel – kalt, ästhetisch und verdammt ehrlich. Die Kombination aus Duzoes rauer, fast verzweifelter Energie und Haiytis unverkennbarem Vibe zeigt perfekt, wo Duzoe heute steht: Mitten im Cloud-Rap, aber mit einer ordentlichen Portion Punk-Attitüde im Blut. read more

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