Es gibt glaube ich keine Bewegtbilder. Aberhin Musik. Viele Grüße und schöne Vorweihnachtszeit an alle. Im Februar (2026) gibts mehr von ihm.
Mics&Beats Beiträge

Manchmal tauchen Alben auf, die einfach nicht ins Streaming-Zeitalter passen – weil sie zu echt sind. Zu roh. Zu menschlich. Leben Prio von FreakinFreddy & sumo.uno ist genau so ein Ding: kein Algorithmusfutter, sondern Seelennahrung für alle, die mit offenen Augen durch kaputte Straßen laufen und trotzdem Hoffnung im Bauch tragen.
FreakinFreddy rappt, als würde er dich direkt anschauen – ohne Pose, ohne Pathos. Zwischen reflektierter Melancholie und stiller Wut erzählt er vom Versuch, klarzukommen in einer Welt, die dich täglich zur Selbstoptimierung zwingt. „Leben Prio“ – das ist kein fancy Slogan, sondern eine Haltung. Ein Statement gegen diese Zeit der Egomanen, Influencer und Dauer-Performer.
Sehr guter Beat und sehr gut gelungene Reime.
Gschmeidiger Song für eine laue Sommernacht. Wir werdens aber auch im Herbst noch hören…
Das hinterläßt uns sprachlos, weil so gut.

Mit PLH zündet Presslufthanna aka PLH ein neues Kapitel – und was für eins. Das zweite Album der Bremerin ist kein bloßer Nachfolger ihres Debüts „So nämlich“, sondern eine unmissverständliche Ansage: Sie ist nicht nur zurück – sie ist gekommen, um die Szene komplett umzupflügen.
Schon der Namenswechsel ist Symbol genug. Presslufthanna wird zu PLH, die Maschinerie zu einem Movement. Das neue Selbstverständnis hört man in jeder Zeile, jedem Takt. Kein Filter, kein Kompromiss – dafür aber maximaler Hunger und künstlerische Freiheit. Boom Bap war gestern? Quatsch. PLH beweist, dass man sich stilistisch ausweiten kann, ohne die Wurzeln zu verraten. Auf PLH trifft klassischer Untergrund-Vibe auf Miami Bass, düsteren Memphis-Rap und Trap – und zwar mit der Selbstverständlichkeit einer Künstlerin, die sich nicht beweisen muss, sondern einfach macht.

David Begun liefert mit Lofi Villain V eine grandiose Hommage an MF DOOM ab. Wer den Supervillain vermisst, bekommt hier eine bittersüße Erinnerung im Lo-Fi-Gewand. Die staubigen Drums, butterweichen Jazz-Samples und flächigen Texturen lassen jeden Beat wie ein entstaubtes Tape aus dem Regal wirken – perfekt zum Kopfnicken und Abtauchen. Dabei bleibt Begun DOOMs unverwechselbarem Stil treu, ohne ihn einfach nur zu kopieren. Stattdessen transformiert er die düsteren Comic-Vibes in eine laid-back Atmosphäre, die zwischen Melancholie und Coolness pendelt.