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Kategorie: Austria

Fellowsoph und Edi Flaneur – Funk und Fernsehen

Es gibt Momente, da fragst du dich ernsthaft, ob die Akteure zu viel Zeit im Studio oder einfach nur zu viel Zeit vor der Röhre verbracht haben. Bei Fellowsoph und Edi Flaneur ist die Antwort ein klares Ja zu beidem. Mit ihrer Funk und Fernsehen LP liefern die beiden Wiener Originale ein Stück Arthouse-Rap ab, das sich irgendwo zwischen einer durchzechten Nacht im Beisl und einem Fieberraum-Marathon durch das Nachmittagsprogramm der Neunziger bewegt. Während andere Rapper versuchen, den nächsten Algorithmus-Hit zu landen, verlieren sich Fellow und Edi lieber in den Tiefen der Mattscheibe und kommen mit einem Sound zurück, der so staubig und doch so lebendig ist, dass man den Geruch von altem Polster und erhitzter Elektronik förmlich riechen kann. read more

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Mo Cess & Chrisfader – Neie Ufer

Vergesst alles, was ihr über polierte Radio-Produktionen wisst, denn wenn Mo Cess und Chrisfader die Regler übernehmen, geht es nicht um Reichweite, sondern um Resonanz. Mit ihrem neuen Album „Neie Ufer“ liefern die beiden ein Werk ab, das sich wie eine offene Wunde anfühlt, die gerade beginnt zu heilen.

Es ist die konsequente Fortführung dessen, was mit „Klåmm“ begann, aber mit einer Reife und einer klanglichen Tiefe, die man in dieser Form selten findet. Hier wird nicht einfach nur gerappt, hier wird eine Übergangsphase zwischen zwei Lebensabschnitten seziert, die jeden von uns irgendwann packt. Es geht um die harten Brocken: Das Älterwerden, die Reue über verpasste Chancen und diesen brennenden Wunsch, sich endlich zu bessern, während man gleichzeitig den Mut für den Sprung ins Ungewisse sucht. read more

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Antrue feat. Awon – Do I Do

Der Track „Do I Do“ von Antrue und Awon, produziert von Chill-Ill, ist ein Paradebeispiel für eine gelungene internationale Kollaboration, die tief in der Golden-Era-Ästhetik verwurzelt ist. Chill-Ill liefert hier ein instrumentales Fundament, das mit seinen warmen Texturen und dem präzisen Drum-Programming genau den richtigen Vibe für die lyrische Entfaltung bietet.

Die Kombination aus Antrues markantem Vortrag und der gewohnt souveränen Performance von Awon sorgt für eine Dynamik, die den Song weit über den Standard-Hip-Hop hinaushebt. Es geht in „Do I Do“ nicht nur um technische Finesse, sondern um die spürbare Leidenschaft für das Handwerk und die Kultur hinter den Reglern und dem Mikrofon. Der Track fließt mühelos dahin und schafft es, eine entspannte Atmosphäre mit inhaltlicher Tiefe zu verbinden, was ihn zu einer perfekten Ergänzung für jede gut kuratierte Playlist macht. read more

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Urbs & Cutex – On Our Way

Zwei alte Bekannte steigen wieder ins Auto. Kein brandneuer Tesla, eher ein klappriger VW-Käfer mit Soul im Auspuff und Jazz auf dem Beifahrersitz. Urbs & Cutex sind zurück – 22 Jahre nach ihrem letzten Album, einfach so. Keine große Promo-Offensive, kein pompöses Comeback. Stattdessen: On Our Way – ein Album wie ein handgeschriebener Brief aus einer anderen Zeit, der trotzdem heute in deinem Briefkasten landet.

„Wir suchen nach immerwährenden Wahrheiten“, sagen sie – und das hört man. On Our Way ist kein Lo-Fi-HipHop zum Einschlafen, auch wenn die Beats butterweich rollen und die Samples so schmeichelnd sind wie Ohrensessel in verrauchten Plattenläden. Aber unter der Oberfläche brodelt es. Es sind Beats mit Haltung, mit Witz, mit einer Geschichte. Beats, die sich nicht anbiedern, sondern einfach bleiben wollen – wie dieser eine Kumpel, der nie WhatsApp hatte und trotzdem immer pünktlich war. read more

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