Der Track „Queens“ ist mehr als nur Musik – er ist eine Liebeserklärung an Queens, den vielfältigsten Bezirk New Yorks. Von der 7er-U-Bahn-Linie, die sich durch ethnische Enklaven und vibrierende Viertel schlängelt, bis zu den unverwechselbaren Sounds der Straßen: Hier wird die Seele eines Ortes hörbar, der Kulturen, Sprachen und Rhythmen vereint.
„Jamaica, Astoria, Flushing, Corona – überall, wohin ich dich mitnehme, ist voller Kultur und Geschmack. In Queens fühlt es sich an, als wäre die ganze Welt unser Nachbar.“
Diese Zeilen fangen ein, was Queens ausmacht: ein Schmelztiegel, in dem karibische Küche auf bangladeschische Teestuben trifft, wo Reggae aus Autoschallern dröhnt und der Duft von Arepas in der Luft liegt. Der Song zelebriert diese Melange – und den unermüdlichen Hustle seiner Bewohner.
Legenden und Lokalhelden
Der Text würdigt Ikonen aus Queens und darüber hinaus: Nicki Minaj (die stolze Trinidadianerin aus South Jamaica), Action Bronson, Russell Simmons oder die verstorbenen MCs wie Stack Bundles. Es ist ein Who’s Who der Hip-Hop-Geschichte, die Queens mitgeprägt hat.
„RIP Fight Dog, JMJ, CH… die Namen gehen weiter.“
Queens war schon immer ein Brutkasten für Rap-Talente – von Nas bis zu Run-DMC (aus Hollis). Der Song erinnert daran, dass die Blocks von Queens nicht nur Backsteine sind, sondern Geschichtsbücher.
Der Sound von Queens: Straßen, Züge und Hustle
Die wiederkehrende Hook „Queens get the money, long time no cash / Caught up in a hustle where the guns go blast“ spiegelt die Realität vieler wider: ein Ort der Ambitionen, aber auch der Härte. Die 7er-U-Bahn („International Express“) wird zur Metapher – sie verbindet die Welten, während der Beat die Rader der Waggons imitiert.
Der Song wirft auch Fragen auf: Gentrifizierung verändert Viertel wie Long Island City, doch der Geist von Queens bleibt. Wo sonst findet man murals für Jam Master Jay neben tibetischen Gebetsfahnen?