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Dubem – Freestyle1

Als ich Freestyle 1 von Dubem zum ersten Mal gehört habe, war es wie der Moment, wenn du spät in der Nacht durch eine verlassene Stadt läufst und irgendwo in einer Seite­gasse ein einzelner Musiker sitzt, die Saiten aufzieht und einfach spielt – roh, ehrlich, mit dieser seltsamen Mischung aus Verletzlichkeit und Überzeugung. Dubem ist ein Künstler, der noch im Schatten der großen Streamszene steht, aber genau das macht seine Musik so faszinierend: sie fühlt sich nicht wie ein Produkt an, sondern wie ein Gefühl, das direkt aus seiner Seele ins Mikro fällt. Freestyle 1 ist erst vor kurzem erschienen und zeigt Dubems neueste kreative Phase, in der er mit minimaler Produktion maximale Präsenz erzeugt.

Stell dir vor, du sitzt im Dunkeln, die Welt um dich herum atmet leise, und plötzlich dringt ein Sound durch deine Kopfhörer, der sich anfühlt, als würde er dir direkt etwas zuflüstern. Das ist Freestyle 1: keine Hooks, kein überproduzierter Refrain, sondern ein Moment, eingefroren zwischen zwei Herzschlägen. Dubems Stimme ist klar, fokussiert, aber gleichzeitig lässig – als wüsste er genau, welchen Beat er trifft und welche Worte hängen bleiben sollen. Jeder Takt fühlt sich an wie ein Dialog mit dir selbst, als würde er sagen: „Hör zu, das ist echt.“

Und genau darin liegt die Magie: Der Song wirkt wie ein Blick hinter den Vorhang eines Künstlers, der nicht versucht, sich anzubiedern oder irgendjemandem zu gefallen, sondern einfach seine Wahrheit in den Raum wirft. In einer Szene, in der oft alles nach Perfektion klingt, begegnet uns hier etwas Unmittelbares – ein Vibe, der sich anfühlt, als würde Dubem im Studio stehen, du hinter ihm, und ihm beim Entstehen dieses Moments zusehen.

In Freestyle 1 spürt man die Essenz des Freestyle-Raps: die Spontaneität, die Authentizität und die rohe Kreativität. Freestylen bedeutet nicht nur, Worte zusammenzusetzen – es bedeutet, einen Assoziationsfluss freizulegen, der unzensiert, ungeschminkt und ehrlich ist. Und genau das schafft Dubem hier: Sein Flow lässt Raum für Imagination, für die Bilder, die in deinem Kopf entstehen, wenn du seinen Worten folgst.

Am Ende sitzt dieser Track nicht nur im Ohr, sondern in der Atmosphäre, die du danach spürst: ein Song, der nicht einfach konsumiert wird, sondern erlebt. Er lässt dich nicht los, weil er nicht nur ein Stück Musik ist – er ist ein Moment, der dich anhält, deine Aufmerksamkeit fordert und dich in die Welt eines Künstlers zieht, der auf dem Weg ist, mehr als nur ein Geheimtipp zu werden. Dubem beweist mit Freestyle 1, dass Musik dann am stärksten ist, wenn sie ehrlich ist – und wenn sie dich direkt in ihren Bann zieht.

Produziert wurde das ganze von Izzy Jam.

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