Hip Hop und die Suche nach dem Subwoofer

Hip Hop ohne Bass ist wie… Ja, da fehlen einem schon fast die Worte. Aus den Audiolösungen beim Discounter dringen jedoch nur sehr selten die tiefen Frequenzen, welche die Musik (genreübergreifend) erst komplett machen. Worauf es beim Kauf ankommt und wieso gerade der Subwoofer eine tragende Rolle spielt, steht in den folgenden Zeilen.

Bass ist alles?
Nein, so kann man das nun auch wieder nicht sagen. Auch wenn einige Stücke den Bass geradezu zelebrieren, dürfen die tiefen Frequenzen nicht die Oberhand gewinnen. Wenn alle anderen Nuancen eines beliebigen Liedes (und auch das trifft nicht nur auf Hip Hop zu) vom Subwoofer erdrückt werden, bleibt nicht viel vom wirklichen Klang und den eigentlichen Vorstellungen des Interpreten zurück. Wer sich nach einem neuen Subwoofer umsieht, sollte also darauf achten, ein Modell mit Daten zu wählen, welche leistungsmäßig den vorhandenen Lautsprechern in etwa entsprechen. Auch spielt der Ort, an welchem der Subwoofer aufgestellt wird, eine große Rolle: Es handelt sich schließlich um recht sperrige Geräte, die daher gerne in Ecken oder an Wände wandern. Den besten Sound erhält man aber dann, wenn der Subwoofer ein wenig frei steht.

Aktiv oder passiv?
Im Verkauf werden sowohl passive als auch aktive Subwoofer angeboten. Die aktiven Modelle verfügen praktisch über ihren eigenen Verstärker und benötigen daher auch einen Anschluss an eine Steckdose. Passive Geräte vertrauen auf einen externen Verstärker – und sind nur sehr selten im Handel anzutreffen. Falls doch, sind diese meist sündhaft teuer und daher für den einfachen Musikgenuss eigentlich überdimensioniert.

Frontfire- gegen Downfire-Subwoofer
Während Frontfire-Geräte die Membran, welche die tiefen Schwingungen erzeugt, vorne platzieren, setzen Downfire-Subwoofer auf einen Ausgang nach unten. Letztere Lösung ist eher heimkinotauglich: Die nach unten abgegebenen Frequenzen werden vom Boden absorbiert und übermitteln grollende Bässe auch gefühlt an den Zuschauer. In entsprechend actionreichen Filmen kann das viel Spaß machen. Bei Musik hingegen sind die Frontfire-Subwoofer meist die bessere Wahl. In Ermangelung einer besseren Beschreibung könnte man es so ausdrücken, dass der Sound einfach direkter, knackiger und mit mehr Biss beim Zuhörer ankommt – ideal für Musik. Am Ende kann es jedoch nicht schaden, die beiden Gerätegattungen selbst gegeneinander zu testen, denn Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Weitere Informationen liefert dieser Artikel.

Wie teuer sind gute Subwoofer?
„Gut“ ist natürlich relativ. Wer mag, darf einige Tausend Euro für seinen Subwoofer ausgeben. Wirklich gute Geräte gibt es jedoch auch schon für 500 Euro. Der durchschnittliche Zuhörer wird aber wahrscheinlich auch schon mit Modellen für 100 Euro zufriedengestellt sein. Wichtig ist dabei, dass teure Subwoofer nicht automatisch einen subjektiv guten Klang ergeben. Als Käufer muss man selbst mit seinem Basswerfer zufrieden sein – und niemand anders. Wichtiger ist da häufig das Finden der richtigen Einstellungen, denn zu laut aufgedrehte Bässe verzerren die ursprüngliche Musik deutlich. Weniger ist hier oft mehr, auch wenn es gerade beim Hip Hop oft anders kommuniziert wird.

Wir brauchen Bass?
Ja, den brauchen wir, aber eine ausgewogene Mischung ist auch beim Hip Hop besser als der Frontalangriff mit dem tiefen Kaliber. Auch günstige Subwoofer sind in der Lage, den Sound deutlich aufzuwerten – man muss nur ein wenig Geduld bei der Suche mitbringen.

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